Vertrauen ist der Grundstein einer harmonischen Beziehung!

Vertrauen ist eine delikate Sache, denn es braucht lange, bis es aufgebaut ist, kann jedoch in einer Millisekunde verloren gehen. Und doch ist es der Grundstein für eine gute, gesunde Beziehung. Wenn man sich gegenseitig vertraut, ist man entspannt und entsprechend friedlich verläuft eine Beziehung - ganz egal um welche Art von Beziehung es sich handelt. Wie vertrauen funktioniert und insbesondere, wie es aufgebaut werden kann, zeigen wir in diesem Beitrag auf.

Vertrauen - ein Geben & Nehmen

Wem vertraust du und vor allem, warum vertraust du diesen Personen? Wenn man sich etwas vertiefter mit dieser Frage beschäftigt, merkt man schnell, dass Vertrauen einerseits sicherlich etwas damit zu tun hat, wie sich das Gegenüber verhält, doch andererseits scheint der anfängliche Ursprung des Vertrauens nicht ganz klar zu sein.

Denn außer in Fällen von großem Misstrauen, sind bzw. waren wir jeweils bereit, den Menschen in unserem näheren Umfeld so eine Art Vertrauensvorschuss zu geben. Oft kommt es erst dadurch zu einer Beziehung. Und oft zeigt sich dann über die Zeit, ob dieser Vertrauensvorschuss berechtigt oder eben nicht berechtigt war. In dem das Gegenüber sich vertrauenswürdig verhält und unser Vertrauen nicht missbraucht, festigt sich dieses Vertrauen weiter und wächst über die Zeit.

Gleichzeitig können wir erst, wenn uns Vertrauen geschenkt wird auch beweisen, dass wir es verdient haben und des Vertrauens würdig sind. Zu irgendeinem Zeitpunkt muss uns zumindest ein Funke Vertrauen entgegengebracht werden, denn erst dann ist das Gegenüber auch willens, den Beweis unserer Vertrauenswürdigkeit zu sehen.

Vertrauen entsteht so gesehen in einer Kreisbewegung, ist ein Zyklus, der sich fortlaufend weiterbewegt.

Vertrauen ist eine Entscheidung

Doch zurück zum warum: Was bewegt uns dazu, eben diesen Vertrauensvorschuss zu geben? Was führt dazu, dass einige von uns einfach vertrauen können und andere Mühe damit haben, zu vertrauen?

Liebespaar Vertrauen auf FahrradPsychologisch betrachtet, ist Vertrauen etwas, dass wir bereits im Kindesalter erlernen, wobei es in zwei Kategorien unterteilt wird: in Selbstvertrauen und in Fremdvertrauen. Es geht einerseits entsprechend darum, inwieweit wir Zuversicht in unsere eigenen Fähigkeiten haben und andererseits inwieweit wir dieses Gefühl auch anderen Menschen gegenüber haben. Dabei handelt es sich um früh erlebte Erfahrungswerte, denn bereits als Kind erleben wir im Idealfall, dass unsere Fähigkeiten und unser Können zum Erfolg führen und wir dies auch wiederholen können. Dies hängt natürlich auch davon ab, wie viel uns als Kind zugetraut und wir entsprechend üben können, aber auch wie oft wir das Gefühl des Erfolges bestätigt bekommen, durch Zuspruch anderer.

Ebenso ein Erfahrungswert ist unser Fremdvertrauen, wobei wir auch hier bereits als Kinder je nachdem lernen, dass andere Menschen verlässlich und entsprechend vertrauenswürdig sind. Erfüllen beispielsweise die eigenen Eltern immer wieder was sie versprechen, entwickeln wir ein gutes Fremdvertrauen. Werden wir hingegen bereits als Kind immer wieder “hängen gelassen”, wird sich unser Fremdvertrauen nur zaghaft, wenn überhaupt entwickeln.

Im Laufe der Zeit entwickelt sich dadurch Vertrauen in eine erlernte Entscheidung. Wir lernen uns selbst und unser Gegenüber einzuschätzen und entscheiden aufgrund dessen, ob wir in uns oder unser Gegenüber Vertrauen setzen. So gesehen gehen wir bewusst und willentlich davon aus, dass sich etwas wie erhofft oder gewünscht entwickeln wird, wenn wir vertrauen - ergo treffen wir die Entscheidung zu vertrauen.

Vertrauen bzw. Misstrauen in Beziehungen

Folgt man der oben genannten Herleitung, liegen die Gründe für Vertrauen bzw. eben Misstrauen oft bei der vertrauenden oder misstrauenden Person und nicht unweigerlich beim Gegenüber. So kommt es oft vor, dass in Beziehungen von Beginn an kein Vertrauen herrscht und diese sich entsprechend weiterentwickeln, wobei entweder immer mehr Misstrauen wächst oder zumindest ein gewissen Vertrauen aufgebaut und über die Zeit ausgebaut wird.

Wohl wissend, dass vertrauensvolle Beziehungen durchgehend von beiden bzw. allen Beteiligten positiver erlebt werden und harmonischer verlaufen, wäre es wünschenswert, von Beginn an eine solche anzusteuern und Vertrauen als Fundament zu setzen. Doch wie kann man Vertrauen aufbauen und vor allem auch vertiefen, so dass es zu eben dieser soliden Grundlage wird?

Ganz egal, ob das Vertrauen unabhängig von einem der zwei Partner fehlt oder ob es an einem gewissen Punkt durch eine Handlung verloren gegangen ist, es gibt Mittel und Wege, sich der Sache anzunehmen und daran zu arbeiten. Wichtig ist hierzu jedoch, dass sich beide Partner einerseits bewusst werden, wo es hapert, dem Ursprung auf den Grund gehen und sich bewusst dafür entscheiden, etwas am Vertrauensverhältnis zu ändern.

Vertrauen auf- & Misstrauen abbauen

Vertrauen ist essenziell für eine gute Beziehung, unter anderem weil ohne Vertrauen keine wirkliche Intimität und damit auch keine Nähe entstehen kann. Doch Vertrauen hat viele Facetten, es muss gegeben und ebenso gehalten werden, in einem immerwährenden Kreislauf.

Authentisch & verlässlich sein

Liebespaar auf Feld VertrauenWie bereits erläutert, basiert Vertrauen auf Erfahrung. Dabei sammeln wir alle im Laufe unseres Lebens ständig neue Erfahrungen, die dann wiederum ständig unser Wissen und unser Handeln prägen. Auch im Rahmen einer Beziehung, ganz egal ob es sich eine romantische, freundschaftliche oder geschäftliche Beziehung handelt, entstehen immer wieder aufs Neue Erfahrungswerte, die die Art der Beziehung prägen. Um es deinem Gegenüber leichter zu machen, dir zu vertrauen, solltest du stets authentisch sein. Kurzum: Sei du selbst. Denn nur so kann sich dein*e Partner*in ein tatsächliches Bild von dir machen und so auch einschätzen, ob sie oder er dir ihr oder sein Vertrauen schenkt. Gleiches gilt natürlich auch für sie oder ihn.

Ebenso hilfreich ist es, wenn du sagst was du meinst, aber auch meinst was du sagst. Versprich beispielsweise nichts, was du nicht halten kannst oder sag nicht, etwas sei in Ordnung, wenn es dich am Ende doch stört. Denn so verunsicherst du dein Gegenüber und bist nicht verlässlich. Verlässlichkeit, auch wenn es sich um vielleicht unangenehme Themen handeln sollte, trägt zu Sicherheit bei und je sicherer wir uns bei und mit jemandem fühlen, desto eher vertrauen wir dieser Person.

Verletzlichkeit & Respekt

Sicherheit hat ebenso viel mit Verletzlichkeit zu tun. Denn im Laufe einer Beziehung lernt man sich so gut kennen, dass man genau weiß, wie das Gegenüber funktioniert, wo seine wunden Punkte liegen und welche Dinge ihm wichtig sind. Dieses Wissen voneinander erzeugt eine gewisse Verletzlichkeit, ohne die jedoch ein wirkliches Kennenlernen gar nicht möglich ist.

Es ist daher wichtig, dass du - als auch dein*e Partner*in - die eigene Verletzlichkeit zulassen und anerkennen, gleichzeitig jedoch auch bedacht mit der Verletzlichkeit des Gegenübers umgehen. So selbstverständlich dies im ersten Moment auch erscheinen mag, so fein sind manchmal die Grenzen dabei. Es bedarf des vollen Respekts sich selbst und der anderen Person gegenüber, um nicht “aus Versehen” verletzend zu werden - sei es durch stetes Necken, das auf die Dauer jedoch das Gegenüber verletzt oder durch nicht respektieren gewisser persönlicher Grenzen des Gegenübers. Ein respektvoller Umgang und das Bewusstsein über die Verletzlichkeit stärken das gegenseitige Vertrauen ungemein.

Geben & Nehmen

Zu guter Letzt möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass Vertrauen etwas Wechselseitiges ist. Du kannst nicht einerseits voll auf Kontrolle setzen und gleichzeitig erwarten, dass dein*e Partner*in dir vollumfänglich vertraut. Vertrauen verdient und gibt man sich gegenseitig. Dabei ist es hilfreich offen und ehrlich zu kommunizieren und nicht aus Peinlichkeit, Unsicherheit oder Liebe um den heißen Brei herumzureden.

Es lohnt sich das Thema des Vertrauens immer wieder auch bewusst zu thematisieren und gemeinsam zu schauen, wie es darum steht. Dabei empfehlen wir dir übrigens nicht zu vergessen, dass wir alles nur Menschen sind und uns hin und wieder immer mal wieder Fehler passieren können. Die Art und Weise wie wir damit umgehen, ist jedoch viel wichtiger und ausschlaggebend dafür, welche Konsequenzen daraus erwachsen - oder inwieweit sie eben das Vertrauen stärken oder schwächen.

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