Warum ein Kompromiss unverzichtbar für die Beziehung ist

Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Partnerschaften dürfte dir bereits aufgefallen sein, dass eine Beziehung nicht ganz ohne Kompromisse auskommt. Schliesslich geht es auch darum, dass eine Liebesbeziehung gleichberechtigt sein darf und beide Partner sich auch darin entfalten können.

Es gibt allerdings einige Situationen, in denen es angebracht ist, ohne ein schlechtes Gewissen, auch mal kompromisslos zu sein. Während es in anderen Themen und Situationen unverzichtbar ist, einen Kompromiss zu finden.

In diesem Artikel, werden wir dir genau aufzeigen, wann und wie ein Kompromiss sinnvoll ist und wann du dir zuliebe besser darauf verzichten solltest.

Folgendes Beispiel sollte dich aufhorchen lassen, ob es sich wirklich lohnt einen Kompromiss dabei einzugehen:

Keine Kompromisse bei persönlichen Werten und Rechten

Es ist normal, dass in einer Beziehung unterschiedliche Meinungen bestehen. Einige davon können sich sogar positiv erfrischend, auf das Zusammensein auswirken. Man kann sich darüber stundenlang intensiv austauschen und dieser Prozess führt oft auch zu mehr Tiefe und Zusammenhalt in der Liebesbeziehung.

Die Voraussetzung dafür ist, dass beide Partner auch eine ähnliche Grundeinstellung vom Leben haben.

Streitendes Paar KompromissGehen diese grundlegenden Meinungen meilenweit auseinander, dann wird es eher schwierig. Hier besteht ein grosses Konfliktpotenzial, da es oftmals auch sehr heikle Themen betrifft, wie z.B.; Religion, Politik, soziales Verhalten, bestimmte Ethikvorstellungen u.a.

Auch wenn es um grundlegende Persönlichkeitsrechte geht, bei denen der Partner einem vorschreiben möchte, wie man sich anzieht, mit welchen Freunden man sich trifft oder wie lange man abends weg ist, sollte man unbedingt frühzeitig STOPP sagen.

Bei dieser Thematik schlummert meistens ein ganz anderes Thema im Hintergrund, nämlich die Eifersucht. (Klicke hier, wenn du mehr über die 3 Soforthilfe-Strategien zur Eifersucht erfahren möchtest)

Wir alle kennen den Spruch «Gegensätze ziehen sich an», stimmt’s?

Das mag zwar gerade in der Anfangsphase einer Beziehung stimmen, doch langfristig führt das nicht selten zu unendlichen Diskussionen und Missverständnissen.

Der eine oder andere in der Partnerschaft müsste bei diesen Themen auf grundlegende Dinge verzichten, die ihn als Person ausmachen und die er gerne so leben möchte.

Das lohnt sich nicht und ist auf Dauer auch ungesund.

Übrigens zeigen offizielle Studien, dass vertrauensvolle und wertschätzende Beziehungen, die auch langfristig halten, sich häufig gerade durch die Ähnlichkeiten der Partner auszeichnen.

Kompromiss ist nicht gleich Kompromiss

Bevor wir nun zu den sinnvollen und unverzichtbaren Kompromissen kommen, möchten wir dir noch etwas wichtiges ans Herzen legen.

Ein Kompromiss ist nicht immer die beste und einzige Lösung für jedes Problem.

Glückliches Paar hat Kompromiss gefundenDenn es macht einen riesengrossen Unterschied, ob es sich dabei um Themen wie Haushalt, Kinder, Hobbies oder gemeinsame Ferien und Ausflüge handelt - denn da kann das wunderbar funktionieren und auch sinnvoll sein.

Bei wichtigen Lebensfragen hingegen, kann es das Glück eines Partners und in diesem Zuge auch die Liebe zerstören.

Denn wer ständig auf halbem Weg entgegenkommt, der wird unter Umständen, auch immer dort landen – eben auf halbem Weg und nie ganz zufrieden und glücklich.

Kompromisse sollen auch keine Machtkämpfe sein, sondern nur der Lösungsfindung dienen.

Wie du es angehen kannst, um den richtigen Kompromiss zu finden

Auf diese Punkte solltest du beim nächsten Mal unbedingt achten, wenn du einen erfolgreichen Kompromiss schliessen möchtest.

  • Mach dir zuerst klar, was dir wichtig ist und dich stört, bevor du deinen Partner in Ruhe darauf ansprichst.
  • Überleg dir genau, wo dein Toleranzwert liegt und ab welchem Punkt du deinem Partner nicht entgegenkommen kannst und willst.
  • Es ist sinnvoll, das Thema/Problem zeitnah anzusprechen und nicht erst dann, wenn sich schon eine Menge an negativen Emotionen angestaut hat.
  • Allgemein solltest du in Beziehungsthemen (auch mit Freunden und Familie) immer in der Ich-Form kommunizieren. Also einfach mitteilen, was du dir wünschst, wie du dich fühlst…und nicht was der andere alles falsch macht und wie er sich zu ändern hat.
  • Es liegt in der Natur des Menschen, dass man sich bei persönlichen Botschaften schnell mal angegriffen fühlt, nimm deinen Partner dann ernst und gib ihm einen Moment Zeit, um das auch erst mal verarbeiten zu können.

Behältst du diese Punkte beim nächsten Konflikt im Hinterkopf, steht einer erfolgreichen Kompromissfindung und gleichberechtigten Beziehung nichts im Weg.

Bei diesen Themen lohnt sich ein Kompromiss auf jeden Fall!

(1) Beruf & Geld

Berufliche Situationen stellen Paare oft vor schwierige Entscheidungen. Dazu gehören z.B. Schichtdienste oder Berufe die einen Wohnortwechsel bedingen.

Hierbei ist es wichtig, dass keiner auf seinen Traumjob verzichten muss, sondern dass man gemeinsam nach sinnvollen Lösungen sucht. Denn die Gefahr, dass es später bereut und dem anderen vorgehalten wird ist gross, wenn einer der beiden darauf verzichten muss.

Beim Thema Geld, schwingen bei vielen Menschen grosse Ängste mit. Jeder möchte sein eigenes Geld haben, um die Kontrolle nicht zu verlieren. Oft geht es auch darum, dass man kein schlechtes Gewissen haben möchte, wenn man sich hin und wieder etwas Besonderes gönnt.

Gerade bei diesem Thema gibt es so viele Möglichkeiten. Eine gemeinsame Haushaltskasse für gemeinsame alltägliche Ausgaben oder Ferien.

Wenn das Vertrauen gestärkt ist und man sich mit dieser Thematik nicht andauernd auseinandersetzen möchte, dann kann man auch alles zusammenwerfen und gemeinsam davon leben. Auf jeden Fall findet man hier Lösungen, wenn sich beide Partner dafür öffnen.

(2) Freiheit und Selbstbestimmung

Für eine Beziehung sollte man seine Freiheit niemals aufgeben. Ob es ein Hobby oder Aktivitäten mit Freunden betrifft: In einer Partnerschaft sollten beide Partner auch unabhängig voneinander noch existieren und getrennt voneinander Dinge unternehmen und erleben. 

Das trägt auch massgeblich dazu bei, dass man sich am Ende des Tages mehr zu erzählen hat, als wenn man dauernd nur aufeinander hockt.

(3) Familie und Freunde

Man sollte niemals für eine Beziehungdie Familie oder Menschen, die man liebt, aufgeben müssen. Wenn sich dein Partner nicht mit deinen Liebsten versteht, dann findet eine Lösung, wie ihr das in einem gesunden Gleichgewicht regeln könnt.

Das kann bedeuten, dass für bestimmte Anlässe ein Kompromiss gefunden wird und für andere zusätzliche Besuche und Aktivitäten, die Freizeit des Einzelnen genutzt wird. (siehe Punkt 3)

(4) Wünsche & Visionen für die Zukunft

Hierbei gibt es sehr viele Themen, die dazu gehören können. Wenn es z.B. um den Kinderwunsch geht, der nur bei einem Partner vorhanden ist, dann wird es sehr schwierig. Denn bei diesen Themen sollte keiner auf etwas verzichten, was er sich von Herzen wünscht – das wäre ein fauler Kompromiss, der keinen von beiden glücklich macht.

Wenn es um den Wunsch nach einem Eigenheim, eine grosse berufliche Veränderung oder der Anschaffung eines Haustieres geht, dann macht es durchaus Sinn, wieder einen stimmigen Kompromiss zu finden.

Dabei sollte man immer darauf achten, dass es den anderen nicht zu stark tangiert, sodass er nicht die Konsequenzen von etwas tragen muss, was er ja eigentlich gar nicht haben wollte.

Fazit: Gibt es den Idealfall, wo ein Kompromiss, beide Partner vollständig glücklich macht?

Dieser Idealfall ist möglich, aber in vielen Fällen auch relativ unwahrscheinlich. Denn die Notwendigkeit auf einen Kompromiss eingehen zu müssen, entsteht ja meistens aus einem Konflikt, bei dem zwei eigenständige Menschen unterschiedliche Dinge wollen. 

Ein Kompromiss bedingt auch von jedem, dass man ein stückweit, etwas aufgibt oder gar darauf verzichtet – zumindest für diesen Moment. Die Krux besteht allerdings darin: Darauf zu achten, dass möglichst ein gutes Gleichgewicht gefunden wird.

Denn bei Kompromissen gewinnen oder verlieren beide Partner selten gleichviel. Deshalb sollte auch nicht immer nur der eine Partner nachgeben und es dem anderen ständig recht machen wollen.

Du siehst, es gibt viele Gründe, die einen Kompromiss finden unverzichtbar machen, wenn du deine Beziehung auf Dauer halten und auch vertiefen möchtest. 

Genauso wichtig ist es, dass du dich dabei nicht selbst aufgibst und auch deine Werte und Vorstellungen im Auge behaltest.

Wie so oft, ist es einfach wichtig, dass Du deinem Partner auch zuhörst und im Gegenzug auch deine Bedürfnisse und Gefühle mitteilst.

Nicht zu vergessen, dass man sich gemeinsam auch immer wieder auf die Dinge fokussiert, die auch noch da sind und die schon perfekt zusammen harmonieren. Denn nicht selten suchen wir nach der Nadel im Heuhaufen, weil sich der Alltag und die Gewohnheiten eingeschlichen haben.

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