Balsam für das Herz - wie du am besten mit Herzschmerz umgehst

Wir alle kennen das Gefühl und es gibt viele Begriffe dafür: Herzschmerz, Liebeskummer, Liebesqual, Liebesschmerz oder auch gebrochenes Herz. Im Laufe des Lebens gerät jede Person mindestens einmal in die Situation, in der die Liebe nicht für positive, sondern für negative, schmerzende Gefühle sorgt und man sich nicht vorstellen kann, sich jemals wieder davon zu erholen. Doch die Erfahrung zeigt: Herzschmerz geht vorüber und das gebrochene Herz heilt - mit der Zeit. Wie du diese Heilung unterstützen kannst, zeigen wir dir in folgendem Beitrag.

Liebeskummer kann verschiedene Gründe haben

Die Gründe für Liebenskummer sind so unterschiedlich, wie wir Menschen es sind. Zuweilen entsteht Liebeskummer außerhalb einer Beziehung, ganz egal, ob die angebetete Person nicht frei ist, ihrerseits kein Interesse hat, durch äußere Umstände unerreichbar ist oder sich bereits vor einer möglichen Beziehung schlecht verhält.

Ebenso von Liebeskummer betroffen kann man innerhalb einer Beziehung sein, sei es weil die Beziehung schwierig ist und nicht positiv verläuft, es sich beispielsweise um eine Fernbeziehung handelt und man sich schlichtweg stark vermisst oder weil die oder der Partner die persönlichen Bedürfnisse nicht abzudecken vermag oder nicht abdecken will.

Frau mit Herzschmerz im WaldDoch auch nach einer Beziehung kann der Liebesschmerz groß sein, wobei dies nicht alleine darauf zurückzuführen ist, dass man selbst die Beziehung nicht beenden wollte. Neben einer unfreiwilligen Trennung kann auch die schlichte Trauer um das Ende der Beziehung ein quälendes Gefühl von Trennungsschmerz hinterlassen, auch wenn der Grund für die Trennung logisch nachvollziehbar ist und sie im gegenseitigen Einverständnis geschah. Sogar wenn man selbst die Beziehung beenden wollte, kann es vorkommen, dass man gewisse Aspekte der Beziehung trotzdem vermisst und einem das Gefühl des Gemeinsamen fehlt.

Unabhängig davon, wie und weshalb man Herzschmerz verspürt, eins haben all diese Situationen oft gemeinsam: Sie tun weh, das Herz weint und man wird oft vom Gefühl begleitet, dass es nicht weitergeht, dass es nie wieder besser werden kann. Ein gebrochenes Herz ist schwer zu tragen und noch schwerer zu heilen - so schneit es zumindest.

Herzschmerz vorbeugen - geht das?

Es wäre natürlich wünschenswert, wenn es erst gar nicht bis zum Herzschmerz käme. Doch hier gilt es zu bedenken, dass es sich um Emotionen handelt - und diese sind nicht immer vollständig zu kontrollieren. Sie unterliegen nicht vollständig unserem Geist und unserer Logik und dies ist grundsätzlich auch gut so.

Trotzdem gibt es Mittel und Wege, mit seinen Gefühlen umzugehen oder noch besser, die Muster zu kennen, nach denen sie auftreten. Denn so steigt die Chance, zur richtigen Zeit zu reagieren und durch gezielte Handlungen deren Verlauf zumindest teilweise zu steuern. Dabei geht es insbesondere um Fragen des achtsamen Umgangs und der wiederholten Reflektion, die einem ein besseres Bild über die eigene und die Gefühlswelt des Gegenübers liefern.

So kann es durchaus nicht nur ratsam, sondern wirklich hilfreich und förderlich sein, beispielsweise in schwierigen Phasen einer Beziehung gemeinsam eine Paartherapie zu besuchen. Denn oft gelingt es uns im Alltag nicht, als Paar genügend aufeinander einzugehen und sich die Bedürfnisse der Partnerin oder des Partners in Ruhe anzuhören und entsprechend darauf zu reagieren. Nicht selten ist es auch so, dass man selbst nicht in der Lage ist, seine eigenen Emotionen und Bedürfnisse zu äußern und so das Gegenüber gar keine wirkliche Chance hat darauf einzugehen oder zu reagieren.

Im Rahmen einer Paartherapie wird jedoch ein Raum geschaffen, in dem - auch durch die fachkundige Begleitung der Therapeutin oder des Therapeuten - mit mehr Ruhe und entspannter offen über Emotionen, Erlebnisse und Bedürfnisse gesprochen wird. Dadurch erfährt man einerseits mehr über die Partnerin oder den Partner, andererseits aber auch über einen selbst und kann so gemeinsam an möglichen Auswegen und praktischen Lösungen arbeiten. Durch diese gemeinsame Herangehensweise gelingt es oft, Knackpunkte zu lösen und die Beziehung wieder in positive und gesunde Bahnen zu lenken - und somit dem großen Liebesschmerz vorzubeugen.

Ein gebrochenes Herz heilen - die richtigen Zutaten für Herz-Balsam

Doch was, wenn man denn nun ein gebrochenes Herz hat? Was, wenn der Liebesschmerz einen überrollt und man sich ohnmächtig und wehrlos dagegen fühlt? Ist der Herzschmerz erst mal da und das Herz gebrochen, scheint es oft, als ob dieser Zustand unveränderbar und dadurch nur noch unerträglicher ist.

Es geht vorbei

Herzschmerz-traurigkeitEins vorweg: Es geht vorbei! So unglaublich dies einem in dem Moment auch vorkommen man, der Schmerz wird nachlassen und die Qual verebben. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Erkenntnis immer wieder auf ein Neues irgendwie zu verschwinden scheint und man sich bei jedem neuen Liebeskummer immer wieder in der Situation findet, sich nicht vorstellen zu können, dass es jemals enden wird - dass man jemals wieder glücklich sein und Freude verspüren wird. Deshalb hier gleich nochmals: Es geht vorbei. Es ist wichtig, dass du dir diese Tatsache immer wieder vor Augen bzw. zu Gemüte führst.

Gefühle zulassen, jedoch nicht bestimmen lassen

Ebenso wichtig ist es jedoch auch, die Gefühle zuzulassen. Es ist völlig in Ordnung, traurig zu sein und sich nicht gut zu fühlen. Diese Gefühle zu negieren, wäre kontraproduktiv und indem du sie einfach ignorierst, wird es weder besser, noch verarbeitest du damit deinen Liebeskummer nachhaltig. Viel eher empfiehlt es sich diese Gefühle wahrzunehmen, zu akzeptieren und sanft mit sich selbst zu sein.

Gleichzeitig ist es jedoch auch wichtig, sich nicht von seinen Gefühlen bestimmen zu lassen. Gefühle sollten gefühlt werden, jedoch keine Macht über einen erlangen. Du bestimmst über deine Gefühle und nicht sie über dich! Wenn es also guttut, beispielsweise eine Stunde lang zu weinen, zu schreien oder Papier zu zerknüllen, dann tu das eine Stunde lang, widme dich danach jedoch auch wieder etwas anderem.

Keinen Kontakt & keine Idealisierung

Menschen mit Liebeskummer tendieren oft dazu, das Gegenüber zu idealisieren und sich vor allem auf die guten Momente zu konzentrieren, die nicht mehr sind. Doch obschon es gut ist, auch die positiven Dinge zu würdigen, sollten auch die negativen Dinge nicht vergessen gehen. Im Idealfall findest du eine Balance und anerkennst sowohl die Haben- als auch die Soll-Seite.

Ebenso wichtig und oft durch die Idealisierung erschwert, ist das klare Ziehen einer Schlusslinie. Es tut dir nicht gut, wenn du - insbesondere in der Anfangsphase - weiterhin in Kontakt mit der oder dem Ex oder dem Objekt der unerfüllten Begierde zu bleiben. Eine Kontaktsperre mag zwar schwierig sein, doch wird sie für klare Verhältnisse und mittel- bis langfristig zur schnelleren “Genesung” führen.

Tu dir Gutes & suche Unterstützung

In Zeiten von Herzschmerz gilt es mehr denn je, sanft mit sich selbst umzugehen und sich immer wieder Gutes zu tun. Wenn es dir hilft, öfter ins Kino zu gehen, etwas mehr Schokolade zu essen oder zu Malen, dann tu dies. Mach dir zudem selbst keine Selbstvorwürfe und sei nicht ungeduldig mit dir selbst, wenn die Heilung etwas länger dauert. Behandle dich am besten so, wie du einen dir lieben Menschen behandeln würdest, wenn es ihm oder ihr schlecht gehen würde.

Zu guter Letzt hilft es immer, sich in solchen Situationen auch ein Unterstützungs-Netzwerk zu suchen. Lass dir nahestehende und dir wohlgesinnte Personen wissen, dass du traurig bist und mit Liebeskummer kämpfst und lass sie dir helfen. Sei es, indem ihr gemeinsam etwas unternehmt, sie dich zu Hause besuchen oder du etwas öfters mit ihnen telefonierst. Die Zuneigung und Liebe anderer wird dir guttun und sich in den Herz-Balsam einfügen. Hierbei kann dir auch unser beliebter Liebesbeziehung-Ratgeber helfen.

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